
Brüche gehören zum Leben.
Trotzdem sprechen wir selten offen darüber. Wir zeigen Erfolge, Neuanfänge und schöne Kapitel. Die Umwege dazwischen bleiben oft unsichtbar. Dabei sind es gerade die Phasen des Zweifelns, Scheiterns oder Neuorientierens, die uns prägen und wachsen lassen.
Als Coach, Autorin und Podcasterin beschäftige ich mich seit vielen Jahren mit der Frage, wie wir mit Brüchen umgehen. Aber nicht, weil sie uns definieren, sondern weil sie Teil jeder echten Entwicklung sind.
Ein prägender Teil meiner Bühnenzeit waren die Fuckup Nights.
Wo alles begann
Ich bin den Fuckup Nights in einer Phase begegnet, in der Offenheit für mich überlebenswichtig war. Mitten in meiner Privatinsolvenz bin ich eher zufällig auf ein Format gestoßen, in dem Menschen offen über ihr berufliches Scheitern sprechen und das, ohne mit Eiern beworfen zu werden sondern sondern mit Respekt und Applaus.
Mein erster Gedanke war ehrlich und spontan: „Da habe ich doch auch etwas zu sagen.“ 2015 stand ich erstmals bei der Fuckup Night in Berlin auf der Bühne. 2026 in Köln das letzte Mal.
Befreiung statt Inszenierung
Dieser erste Auftritt war für mich kein Karriereschritt, sondern ein Befreiungsschlag. Ich konnte mir meine gescheiterte Café-Gründung und weitere berufliche Brüche von der Seele reden, ohne mich erklären oder rechtfertigen zu müssen. Die Resonanz des Publikums hat mich tief berührt und mir gezeigt, wie sehr Offenheit entlasten kann.
In den folgenden Jahren trat ich u. a. auf in: Berlin, Leipzig, Vorarlberg (AT), München, Bremen, Karlsruhe, Heidelberg, Brandenburg an der Havel und als letztes in Köln auf.












